S1PikesPeak hat geschrieben:Carglass lässt Scheiben in Taiwan fertigen für Modelle wo es nichts mehr gibt.
Carglass selbst stellt keine Autoglasscheiben her und betreibt keine eigene Fertigung – weder in Europa noch in Taiwan.
Das Unternehmen ist ein Dienstleister für Austausch und Reparatur von Autoglas und bezieht seine Ersatzscheiben von mehreren Herstellern (z. B. Saint-Gobain Sekurit, Pilkington, Guardian, Fuyao, NordGlass u. a.).
Dass speziell für „alte Modelle“ in Taiwan Sonderproduktionen im Auftrag von Carglass stattfinden, ist nirgends belegt.
Auch wurden von Pilkington (is nur mehr der Name übrig) alles aufgekauft aus der Konkurs Masse als die verkauft wurden [...]
Pilkington ist nicht in Konkurs gegangen.
Das Unternehmen wurde 2006 vom japanischen Konzern
NSG Group (Nippon Sheet Glass) übernommen. Seitdem firmiert es unter NSG Pilkington, wobei der Markenname „Pilkington“ weiterhin weltweit für Autoglas und Architekturglas verwendet wird. Es gab also keine Insolvenz und keine Konkursmasse.
[...] und werden von Car Class als Neue Fabrik ware verkauft.
Das ist mindestens irreführend. Carglass bezieht – wie oben erwähnt – Scheiben von etablierten Glasherstellern und verkauft sie an Endkunden im Rahmen eines Austauschs.
Es gibt keine Hinweise, dass Carglass alte oder aus Konkursmassen stammende Scheiben als „neue Fabrikware“ deklariert oder verkauft. (und selbst wenn das so wäre, würden sie ja trotzdem den OEM-Vorgaben entsprechen, zu denen sie damals produziert wurden. Ein Qualitätsmangel lässt sich daraus daher nicht ableiten)
Die Mazda Scheiben bei 121 DB, 626 GE, 323 BA waren extrem minderwertig, sie hatten eine deutlich geringere Oberflächenhärte als es damals der Standard war. Das selbe gilt auch für die unter und neben Modelle von 121, 323 und 626 wie Xedos6 oder MX3.
Nur der Xedos 9 stach da deutlich Positiv aus er Masse hervor, und auch der RX7 FD.
Gibt irgendeine Härtemessung, die das belegt? Das erinnert mich sonst zu sehr an die Windschutzscheiben von Seattle:
https://hansmann.at/2010/07/13/die-zerk ... n-seattle/Als Ende der 50er-Jahre in Seattle immer mehr Autofahrer bemerkten, dass ihre Windschutzscheiben mit kleinen kraterförmigen Kratzern übersäht waren. Nach einer Weile stellte sich heraus, dass man bei intensiver Betrachtung aus einem bestimmten Blickwinkel auf jeder gebrauchten Windschutzscheibe solche Kratzer entdecken kann. Immer mehr Menschen hatten ihre Autofenster auf diese Weise angestarrt und so das angebliche Phänomen bestätigt.
Irgendwann darf man sich zwischendurch mal fragen: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? ;-)